Salzburger Festspiele: Hinterhäuser neuer Intendant und Rabl-Stadler verlängert

25.09.2013

Helga Rabl-Stadler (c) Siebinger
Helga Rabl-Stadler

Markus Hinterhäuser wird ab 1. Oktober 2016 Intendant der Salzburger Festspiele; sein Vertrag läuft fünf Jahre bis zum 30. September 2021. Der Vertrag von Festspielpräsidentin Dr. Helga Rabl-Stadler wird um drei Jahre (von 1. Oktober 2014 bis 1. Oktober 2017) verlängert.

Der derzeitige Intendant Alexander Pereira wird nach der Saison 2014 an die Mailänder Scala wechseln.

In den Jahren 2015 und 2016 werden Sven-Eric Bechtolf und Präsidentin Dr. Helga Rabl-Stadler gemeinsam an der Spitze des Festivals stehen und ab 1. Oktober 2014 für die künstlerische Gesamtplanung verantwortlich sein.

Die Entführung aus dem Serail – live aus dem Hangar-7

13.08.2013

Serail im Hangar 7 (c) ServusTV
Serail im Hangar 7

Ein Highlight in diesem Jahr ist die Live-Ausstrahlung von Die Entführung aus dem Serail - live aus dem Hangar-7. Hierbei handelt es sich um eine Koproduktion mit den Salzburger Festspielen, die mit dem Opernklassiker von Wolfgang Amadeus Mozart in mehrfacher Hinsicht neue Maßstäbe setzt. Am 26. August 2013 können Zuschauer live dabei sein, wenn der am Salzburger Flughafen gelegene Hangar-7, eine Salzburger Event- und Kulturinstitution, zum Schauplatz einer innovativen und überaus ambitionierten Festspielproduktion wird. Die Entführung aus dem Serail – live aus dem Hangar-7 wird von ServusTV an mehreren Orten am Hangar-7 produziert und live fürs Fernsehen geschnitten und am 26. August 2013 um 20.15 Uhr übertragen.

Weit mehr als nur eine Frage der Technik
Eine ganz besondere Herausforderung dieser Produktion ist es, das Orchester, den Chor und die Sänger miteinander kommunizieren zu lassen, obwohl sie sich an unterschiedlichen Spielorten befinden. Denn die Camerata Salzburg unter der Leitung des international renommierten Dirigenten Hans Graf wird im gegenüberliegenden Hangar-8 spielen - Dirigent und Solisten haben somit keinen Blickkontakt. Diese räumliche Trennung verlangt den Akteuren und der Tontechnik Höchstleistungen ab, um den gespielten und den gesungenen Ton zu synchronisieren. Mehr als 650 UWK-Empfänger und 100 Funkstrecken sorgen für den richtigen Ton am richtigen Ort. Zusätzlich im Einsatz sind 250 hochmoderne LED-Lampen und eine 200-köpfige Produktionscrew. Die komplexe TV-Regie verantwortet Felix Breisach, der mit spektakulären Inszenierungen wie La Traviata aus dem Züricher Hauptbahnhof – ein Mammutprojekt, das er bereits mit Adrian Marthaler zum Erfolg führte – neue Maßstäbe bei der Inszenierung klassischer Opernmusik für ein breites Publikum gesetzt hat.

„Die Entführung aus dem Serail – live aus dem Hangar-7“
Montag, 26. August 2013
ab 20.15 Uhr
live bei ServusTV

Anna Netrebko: Es lebe der Starkult ...

08.08.2013

Netrebko (c) Chris Maier
Anna Netrebko

Salzburg hat sie wieder: Anna Netrebko - bei den heurigen Festspielen singt sie dreimal die Verdi-Oper „Giovanna d’Arco“. Am Tag nach der Premiere in der Felsenreitschule lud ihr CD/DVD-Produzent zur inszenierten Präsentation. Das neueste Produkt mit dem Titel “Verdi” und eher unbekannte Arien des Komponisten sollen die Kassen zum Klingeln bringen. Apropos Verdi: Seine Fans feiern heuer dessen 200. Geburtstag .

Netrebko betritt nicht einfach den Saal, sie erscheint – so auch bei ihrer Präsentation. Und bevor die auserwählte Gästeschar Anna live zu Gesicht bekommt, wird erst einmal ein Filmchen über sie abgespielt – als „warm up“ quasi, für das Erscheinen des Stars.

Festspiele: Premiere von Nestroys "Lumpazivagabundus"

01.08.2013

Lumpazivagabundus (c) Chris Maier
Der böse Geist ...

Auf der „Perner Insel“ feiern die Festspiele die nächste, gelungene Inszenierung des diesjährigen Festspielsommers: Nestroys "Lumpazivagabundus" begeistert das Publikum – allen voran die drei Hauptdarsteller: Nicholas Ofczarek, als Schustergeselle Knieriem, Florian Teichtmeister, als Tischlergeselle Leim und Michael Maertens als Schneidergeselle Zwirn.

Ofczarek, im Vorjahr noch als Jedermann bei den Festspielen im Einsatz, spielt auch die Rolle des sich ständig im Öl befindlichen Schustergesellen Knieriem perfekt. Doch das gilt genauso auch für seine Mitstreiter.

Zwar entflieht Nestroy mit seiner Darstellung des Feenreichs und dem Geist in den Surrealismus, dennoch zeigt das Stück aus dem Jahre 1833 auch im 21. Jahrhundert noch immer einen  glaubwürdigen Realitätsbezug auf.

Jedermann 2013: Besser geht´s nicht …

14.07.2013

Jedermann 2013 (c) salzburgLiVE.com
Jedermann stirbt wieder ...

Nach sieben Wochen harter Proben, war es Samstag, den 13.07.2013 soweit: Die erste Kostümprobe des neuen Jedermanns stand auf dem Programm, natürlich ohne Publikum – nur ausgewählte Medien durften dabei sein. Und die Fachleute waren sich danach einig:

So einen tollen Jedermann hat man in Salzburg noch nie gesehen. Besser geht´s nicht! Das Bühnenbild total verändert und einzelnen Szenen die einem Musical Nahe kommen, bringen frischen Wind in das Traditionsstück. Und wie es sich für eine fahrradfreundliche Stadt gehört, kommt die Buhlschaft diesemal auch selbst mit dem Fahrrad zu ihrem Jedermann.