Das waren die Festspiele 2011

27.08.2011

Hermann Maier besucht Jedermann (c) LAUX
Dem Herminator gefällts auch

Die Macher der Salzburger Festspiele 2011 stellen sich selbst - wenig überraschend - ein gutes Zeugnis aus. Laut Eigeneinschätzung sei es ein finanziell und künstlerisch erfolgreiches Jahr gewesen. Bei der Abschlusspressekonferenz bilanzierte Präsidentin Helga Rabl-Stadler "Das war der beste Festspielsommer seit 17 Jahren". Und trotzdem, Alles – oder zumindest Vieles – wird anders: Am 1. Oktober kommt ein neues Führungsduo nach Salzburg. Alexander Pereira wird Intendant, Sven-Eric Bechtolf wird Schauspielchef. Die beiden haben Einiges vor: Sie wollen unter anderem die Festspiele um eine Woche verlängern, die Zahl der Aufführungen erhöhen und das Budget erhöhen.

Jedermann als Kino-Held

24.08.2011

Nicholas Ofczarek (c) Chris Maier
Nicholas Ofczarek

Salzburgs Jedermann - Nicholas Ofczarek – macht auch auf der Leinwand gute Figur. Prisma Film, Thimfilm und der ORF luden zur Premiere des neuen Kinofilms „Am Ende des Tages“, der in Kürze auch in den Kinos zu sehen ist. Es war ein heiße Premiere, bei dem auch die Hauptdarsteller Simon Schwarz, Anna Unterberger und Nicholas Ofczarek ordentlich ins Schwitzen kamen. „Man ist immer gespannt, wenn man einen Film dreht und dann erst bei der Premiere sieht was raus gekommen ist“ verriet Nicholas Ofczarek. Doch es war nicht die Nervosität, die dem Schauspielstar der Salzburger Festspiele den Schweiß auf die Stirn getrieben hatte, sondern die tropischen Temperaturen jenseits der 30 Grad, welche das Premieren-Kino „Das Kino“ in eine Sauna verwandelt hatte. Doch am Ende waren alle begeistert und zufrieden.

Festspieldokumente: Die Welt hört zu

17.08.2011

Jedermann 2010 auf DVD
DVD für Jedermann

Die „Festspieldokumente“ machen die Produktionen der Salzburger Festspiele auch für jene erlebbar, die nicht live bei den Aufführungen dabei sein konnten. Es handelt sich dabei um eine inzwischen sehr umfangreiche Sammlung von CDs und DVDs. Aktuell sind etwa 240 CDs, 85 DVDs und 10 Blu-rays erhältlich.

Jetzt wurden die neueste Edition der Festpieldokumente präsentiert: Die Neuerscheinungen 2011 der Salzburger Festspieldokumente bilden ein vielfältiges Portrait von aktuellen (Jedermann 2010, Elektra 2010, Theodora 2009, Rusalka 2008, Young Conductors Award 2010, u.a.) und historischen Höhepunkten (Macbeth 1964, Staatskapelle Dresden/Franz Konwitschny 1961, Berliner Philharmonisches Orchester/Joseph Keilberth 1960, u.a.) der Salzburger Festspiele.

Jedes Jahr werden neue Produktionen aus dem Spielplan zur Dokumentation ausgewählt. Elektronische Medien sind  bei den Festspielen fast von Beginn an schon dabei: 1920 wurden die Salzburger Festspiele gegründet. Bereits 1925 war der Don Giovanni aus Salzburg im Radio zu hören – allerdings die Übertragung erfolgte via Telefonleitung mit einer denkbar schlechten Qualität. 1958 gab es mit dem Jedermann die erste Produktion der Festspiele im Fernsehen zu sehen. 2009 gabs erstmals ein Livestreaming von Cosi fan tutte.

Festspielreden 2011 – Reden der verpassten Chancen

28.07.2011

Viel geredet wenig Konkretes gesagt (c) M. Siebinger
Eröffnung Felsenreitschule

35 Spieltage, 242 Veranstaltungen und 13 Spielstätten das sind die Eckdaten der Salzburger Festspiele 2011. „Das Ohr aufwecken, die Augen, das menschliche Denken“  so lautet das Motto der diesjährigen Festspiele. Der nicht ganz runde Satz weckt wohl eher Erinnerungen an die Pisa-Studie, als seinen eigentlichen Schöpfer Luigi Nono.  Nach dem peinlichen Ein- und Ausladungsgeplänkel um Jean Zieglern wurde Joachim Gauck als letztlich auserkorener Festredner mit Spannung erwartet.

Es war allerdings die Rede der verpassten Chancen. Da wurde zwar viel um das Thema Freiheit herumgeredet. Auch bei den Politkerreden prägten Schlagwörter wie „Bekenntnis zur Freiheit“, „Festigung von Demokratie und Rechtsstaatlichkeit“ und „Zynismus der Finanzmärkte“ die Reden.Aktuell wurde nur kurz auf die  tragischen Ereignisse in Norwegen Bezug genommen.

Vergessen war hingegen schon wieder die Atomkatastrophe in Japan. Es wär die perfekte Chance gewesen, sowohl für Spitzenpolitiker als auch für Festredner, den Begriff „Freiheit“ mit „Atomfreiheit“ aufzufrischen. Aber bei diesem Thema wären vielleicht die Damen und Herren unserer Lieblingsnachbarn nicht so ganz „amused“ gewesen. Ganz zu schweigen von einem großen Sponsor der Salzburger Festspiele, für den das Thema Atomenergie momentan wohl eher unbequem ist.

Eröffnung der Salzburger Festspiele 2011

27.07.2011

Tischgesellschaft und sonstige feine Leute
Spektakel für Promis

Wirtschaftskrise? Von wegen – es wird wieder gefeiert, als gebe es kein morgen. Ob eine noble Karosse zur Vorfahrt oder ob schickes Gewand – nur das Beste darf hier genug sein. Zahlreiche prominente Gäste aus Politik, Wirtschaft und Kultur haben sich zur Eröffnung der 91. Salzburger Festspiele angesagt. Die Festveranstaltung beginnt heute, Mittwoch, 27. Juli, um 11.00 Uhr in der Salzburger Felsenreitschule. Die Eröffnung der 91. Festspiele wird ab 11.05 Uhr live in ORF 2 und 3sat sowie auf der Siemens-Großleinwand auf dem Kapitelplatz übertragen. Traditionellerweise wird Bundespräsident Dr. Heinz Fischer die Salzburger Festspiele eröffnen. Als Gäste werden vor allem auch Bundespräsident Fischer und Landeshauptfrau Burgstaller dabei sein. So weit so gut. Aber auch zahlreiche andere Politiker dürfen sich über eine Einladung freuen. Stellt sich nur die Frage, ist das denn notwendig, in Zeiten des sparens ? Angekündigt sind unter anderem :