Nur professioneller Einbruchschutz gibt echte Sicherheit

24.11.2016

GAUNERZINKEN (c) Bundesministerium fuer Inneres
GAUNERZINKEN

Einbruchsmeldungen stehen in Österreich mittlerweile bereits an der Tagesordnung. Damit gewinnt das Thema „Sicherheit in den eigenen vier Wänden“ zunehmend an Bedeutung. Laut einer Befragung des Linzer IMAS-Instituts spielt unter den potenziellen Sicherheitsmaßnahmen der Österreicher die Alarmanlage die größte Rolle. Damit lässt sich fast jeder zweite Einbruch verhindern. Doch Achtung: Nicht jede Alarmanlage hält, was sie verspricht. 

Wer sein Gebäude sicher machen will, braucht wachsame Nachbarn, ein sicherheitsbewusstes Verhalten und einen hochwertigen Gebäudeschutz. Dieser soll allerdings funktionieren, wenn er gebraucht wird. Und das ist leider nicht immer der Fall.

„Beim Test der Stiftung Warentest beispielsweise fielen Alarmanlagen-Sets zum Selbsteinbau durch. Entweder klafften böse Sicherheitslücken auf oder die Handhabung war zu kompliziert - oder beides. Von solchen preisgünstigen Anlagen aus dem Baumarkt rate ich dringend ab. Falsche Sparsamkeit kann Leib und Leben bedrohen. Sicherheit gehört in Profi-Hände“, rät Sicherheitsexperte Christoph Zeuner von Telenot Österreich. 

Auf Gütesiegel achten

Sollen Alarmanlagen echte Sicherheit bieten, müssen sie vom Fachmann geplant und eingebaut werden. Zudem lohnt es sich, auf Gütesiegel zu achten, wie das der VdS Schadenverhütung und des VSÖ (Verbandes der Sicherheitsunternehmen Österreich). „Es reicht nicht, wenn einzelne Komponenten wie Bewegungsmelder mit dem Gütesiegel ausgestattet sind, es muss wirklich die komplette Anlage zertifiziert sein“, warnt Zeuner. „Denn nur dann habe ich die Sicherheit, dass alle Komponenten aufeinander abgestimmt sind und damit die Alarmanlage funktionstüchtig ist“, so der Sicherheitsexperte.

Sicherheitstechnik hat abschreckende Wirkung

Mit dem Siegel „Objekt gesichert“ können Hausbesitzer bereits an der Hausfassade signalisieren, dass in ihren vier Wänden eine lückenlos arbeitende Telenot-Alarmanlage installiert ist. Potenzielle Täter achten auf Zeichen an der Fassade. Manchmal hinterlassen sie auch selbst welche, sogenannte Gaunerzinken.

Gaunerzinken sind geheime Zeichen an Gebäuden

Gaunerzinken gab es nicht nur im Mittelalter. Auch heute noch hinterlassen Langfinger Zeichen an Gebäuden. Ein X etwa verrät: Hier gibt es etwas zu holen. Das Telenot-Siegel weist darauf hin: Einbruch zwecklos! Eine Alarmanlage passt auf. „Da könnten sich an der Hausfassade leicht zwei Pfeile, die durch einen Kreis laufen, finden, denn das bedeutet schnell weg“, so Zeuner.

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