Nach dem Meistertitel ist vor der großen Party

14.04.2016

Die Meistertruppe (c) GEPA pictures Patrick Leuk
Die Meistertruppe 2015/2016

Der EC Red Bull Salzburg hat in Znojmo das sechste Playoff-Finalspiel der Erste Bank Eishockey Liga gegen den HC Orli Znojmo mit 4:3 gewonnen und damit die Finalserie mit 4:2 für sich entschieden. Die Red Bulls sind damit alter und neuer Champion der Erste Bank Eishockey Liga und haben den Liga-Pokal bereits zum sechsten Mal, den Österreichischen Meistertitel sogar schon zum siebenten Mal nach Salzburg geholt.

Die Red Bulls verteidigten damit erfolgreich den Titel aus dem Vorjahr, mussten dafür aber mit 19 Spielen die längste Playoff-Serie der Vereinsgeschichte spielen. Im Vorjahr war es mit 13 Spielen noch die kürzeste. Das war Kapitän Matthias Trattnig heute aber egal: „Ich glaube, der Weg zum Titel ist immer am schönsten. Es war eine lange Serie und jetzt sind wie einfach nur überglücklich, dass wir es wieder geschafft haben. Wir sind zur richtigen Zeit als Mannschaft zusammengekommen und dreimal nach einem Rückstand in den Playoffs wieder zurückgekommen. Das zeigt das Potential, das in der Mannschaft steckt und war am Ende der Unterschied.“

Die Red Bulls feiern diesen Triumph gemeinsam mit ihren Fans bei der offiziellen Meisterfeier am Freitag, 15. April, am Salzburger Kapitelplatz. Die Veranstaltung beginnt um 17:00 Uhr, etwa um 18:30 Uhr werden die Red Bulls und die Karl Nedwed Trophy auf der Bühne offiziell präsentiert. Anschließend wird in der Stiegls Braumwelt gefeiert

 

Der EC Red Bull Salzburg hat in Znojmo das sechste Playoff-Finalspiel der Erste Bank Eishockey Liga gegen den HC Orli Znojmo mit 4:3 gewonnen und damit die Fi- nalserie mit 4:2 für sich entschieden. Zdenek Kutlak fixierte in der 48. Minute im Power- play den entscheidenden Treffer von der blauen Linie. Die Red Bulls sind damit alter und neuer Champion der Erste Bank Eishockey Liga und holen den Liga-Pokal bereits zum sechsten Mal nach Salzburg. Den Österreichischen Meistertitel hatten sie ja schon mit der Finalteilnahme fixiert.

Die Red Bulls gingen mit voller Mannschaftsstärke in die Begegnung und mussten gleich zu Beginn ihre Defensivqualitäten unter Beweis stellen. Die Hausherren kamen schon in den Anfangsminuten zu ersten guten Schüssen und hatten ab der 5. Minute ein erstes Powerplay. Danach aber spielten die Red Bulls zweimal nacheinander in Überzahl und Brian Fahey traf in der 11. Minute mit dem ersten richtigen Salzburger Schuss von der linken Seite zur 1:0-Führung. Der Treffer wurde aber erst nach Video- beweis gegeben – die 200 mitgereisten Salzburger Fans direkt hinter dem Tor feierten den Treffer, der zunächst unbemerkt blieb –, da im Tor des tschechischen Goalies Jan Lukas ein Loch im Netz war und die Scheibe glatt durchging. Anschließend waren die Red Bulls einem zweiten Tor bei 5:3-Überzahl nahe, kamen diesmal aber nicht durch. Und dann drehten die Tschechen plötzlich. In der 18. Minute schoss Martin Podesva aus Halbdistanz zum 1:1-Ausgleich ein, in der 19. Minute vollendete Jiri Beroun eine schöne Kombination 2 gegen 1 direkt vor dem Tor von Juuso Riksman und drehte damit das Spiel im ersten Drittel zugunsten der Hausherren, die mit der 2:1-Führung in die Kabine gingen.

Salzburgs Antwort kam aber sofort. Brett Sterling kam in der 21. Minute auf der rechten Seite an die Scheibe und schoss aus kurzer Distanz und unter Mithilfe des Znojmer Goalies zum 2:2-Ausgleich ein. Danach entbrannte ein Spiel auf Biegen und Brechen, das weniger von echten Torchancen, dafür umso mehr vom hohen Einsatz beider Teams lebte. Beide Finalisten stürmten bedingungslos nach vorn und fuhren jeden Check fertig. Brisante Situationen entstanden auf beiden Seiten dennoch im Minuten- takt. In der 27. Minute etwa schoss Znojmos Colton Yellow Horn aus kurzer Distanz zweimal nacheinander, fand aber keinen Weg an Juuso Riksman vorbei. In der 34. Mi- nute setzte Salzburgs Luciano Aquino zu einem Solo an, wurde aber noch entschei- dend gestört, kurz darauf knallte die Scheibe hinter Salzburgs Goalie an die Latte. In der 38. Minute aber fuhren die Tschechen wieder einen ihrer gefährlichen Angriffe 2 vs. 1 und Jan Lattner holte prompt die Führung zurück. Nur eine Minute später fuhr Ryan Duncan auf der anderen Seite mit der Scheibe durch den Slot, zog aus Halbdistanz ein- fach ab und traf an Freund und Feind vorbei zum neuerlichen Ausgleich. Nach einem unglaublich spannenden Drittel, das kaum jemanden auf den Sitzen hielt, stand es 3:3.

Im Schlussdrittel machte Znojmo anfangs mehr Druck, u.a. bei einem frühen Powerplay, und kam schnell zu Chancen. Salzburgs Goalie Juuso Riksman und die Hintermann- schaft mussten sich ordentlich strecken, einige Schüsse verfehlten das Gehäuse nur knapp. Dann spielten die Red Bulls in Überzahl und Zdenek Kutlak hämmerte die Scheibe in der 48. Minute von der blauen Linie zur 4:3-Führung ins Netz. Und dann begannen die wohl längsten 12 Minuten der ganzen Saison, denn die Hausherren setzten zu einem wahren Sturmlauf an und wollten unbedingt den Ausgleich. Die Tschechen schossen aus jeder Lage und sorgten permanent für brisante Situationen vor dem Tor. Aber die Red Bulls warfen sich in die Schüsse und kamen gelegentlich auch zu guten Kontermöglichkeiten. In den letzten zwei Minuten spielten die Tschechen mit sechs Feldspielern, aber die Red Bulls waren jetzt nicht mehr zu bezwingen. Schließlich ge- wannen sie das Spiel nach dramatischen Schlussminuten mit 4:3 und krönten sich zum Champion der Erste Bank Eishockey Liga. Der Respekt und die Glückwünsche gelten aber auch dem HC Orli Znojmo, der den Red Bulls eine starke Finalserie geliefert und dabei Eishockey auf einem hohen Level gezeigt hat!

 

ERSTE BANK EISHOCKEY LIGA | FINALE

HC Orli Znojmo – EC Red Bull Salzburg 3:4 (2:1, 1:2, 0:1)

Tore: Podesva (18.), Beroun (19.), Lattner (38.) resp. Fahey (11./PP), Sterling (21.), Duncan (39.), Kutlak (48./PP)

 

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