ADMIRAL Bundesliga 2025/26: Salzburg enttäuscht auch gegen Hartberg

17.05.2026

LASK holt das Double

Salzburg gegen Hartberg (c) Schaad FC Red Bull Salzburg
Damir Redzic

Der einstige Serienmeister Red Bull Salzburg enttäuscht auch in der letzten Runde der ADMIRAL Bundesliga. Eigentlich ging´s ja nur mehr um die goldene Ananas – im Titelkampf hatten die Salzburger schon seit der letzten Runden nichts mehr mitzumischen. Einzig der Startplatz in einem internationalen Bewerb stand noch auf dem Spiel.

In der Red Bull Arena scheitern die Salzburger mit 1:3 am TSV Hartberg. Die nächste Niederlage, dieses mal jedoch mit süßem Beigeschmack:  Dank eines Siegs von Sturm gegen Rapid und einer Niederlage der Wiener Austria reicht es trotz schwacher Saisonleistung doch noch für den dritten Tabellenplatz. Damit darf Salzburg in der UEFA-Europa-League-Qualifikation auflaufen.

Unter welchem Trainer, das bleibt freilich die große Frage. Auch wenn Head-Coach Daniel Beichler bis 2028 einen laufenden Vertrag bei den Bullen hat, sollte der Schlusspfiff vorprogrammiert sein. Anders werden die Bullen nur schwer wieder in Schuss kommen – seit dem fluchtartigen Abgang von Jaissle im Juli 2023 läuft das Werkl einfach nicht mehr. Daniel Beichler (seit Februar 2026), Thomas Letsch (Dezember 2024 bis Februar 2026), Pepijn Lijnders (Juli 2024 bis Dezember 2024), Onur Cinel (April 2024 bis Juni 2024, Interimstrainer), Gerhard Struber (Juli 2023 bis April 2024) – die Liste der letzten Trainer die kein Glücksgriff für den Verein waren ist lang. Und welchen Nutzen Jürgen Klopp - seit Jahresbeginn 2025 als Global Head of Soccer für die Red Bull GmbH tätig – stiftet, ist zumindest hierzulande nicht erkennbar.

 

FC Red Bull Salzburg – TSV Hartberg 1:3 (0:2)
Red Bull Arena
Scheidsrichter: Ebner

Tore: 0:1 Hoffmann (22.), 0:2 Wilfinger (42.), 1:2 Alajbegovic (83.), 1:3 Kovacevic (90.)

Salzburg: Schlager – Lainer, Chase, Drexler, Krätzig (71./Terzic) – Diabate – Kitano, Alajbegovic, Redzic (61./Aguilar) – Vertessen (46./Baidoo), Onisiwo (46./Konate)

Hartberg: Hülsmann – Komposch (73./Schopp), Spendlhofer, Coulibaly (76./Gölles) – Heil, Wilfinger, Markus, Kainz, Pazourek (73. Kovacevic) – Hoffmann (73./Fillafer), Fridrikas (87./Ojukwu)

Gelbe Karten: Vertessen bzw. Spendlhofer

 

Die Salzburger starten gut ins Spiel. Lainer (5.), Alajbegovic (11.) und Lainer (18.) haben früh die Chance auf den Führungstreffer, bleiben jedoch glücklos. Hartberg wird mit zunehmenden Verlauf der Partie stärker und schießt sich dank eines Treffers von  Hoffmann (21.) in Führung. Kurz vor dem Seitenwechsel nimmt Kainz (42. Minute) erneut Salzburgs Goalie Schlager ins Visier. Er scheitert zunächst aus 20 Metern, Salzburgs Verteidiger bringen den Ball jedoch nicht weg und Wilfinger, drückt zum 0:2 ein. Auch nach dem Seitenwechsel bleibt Salzburg zu ineffizient. Alajbegovic, Konate und Baidoo vergeben jeweils aus aussichtsreicher Position. Erst sieben Minuten vor Schluss gelingt Alajbegovic der Anschlusstreffer. In der Schlussminute erhöhen die Gäste durch Kovacevic noch auf 1:3. In der Nachspielzeit wird ein Treffe von  Lainer aufgrund eines Handspiels nicht gegeben (90+3.).

Salzburgs Head-Coach Daniel Beichler: „Das heutige Spiel ist eine Riesenenttäuschung. Nach diesem Spiel fühlt es sich auch nicht positiv an, dass wir den dritten Platz erreicht haben. Es waren gute erste 20 Minuten, wir haben es aber verpasst, aus den Möglichkeiten Zählbares zu machen. Wir geraten mit der ersten Aktion in Rückstand und schon ist der Gegenwind da. Die Mannschaft war nicht mehr auf dem Level. In der zweiten Halbzeit haben die Jungs alles versucht, aber Hartberg hat gezeigt, wie man Tore macht und das Spiel gewinnt. Es war zu wenig. Es ist eine enttäuschende Saison. Es muss sich sehr viel ändern, damit man den Ansprüchen von Red Bull genügt.“

 

Kühbauer führt LASK zum Double

Der LASK fixiert nach einem packenden Saisonfinale den Meistertitel in der ADMIRAL Bundesliga. Damit krönen sich die Linzer erstmals seit 1965 wieder zum Meister des österreichischen Fußballs. Durch ein 3:0 im letzten Saisonspiel auswärts bei der Wiener Austria holen die Linzer im Fernduell gegen den SK Puntigamer Sturm Graz (2:0 zuhause gegen Rapid) den Titel nach Oberösterreich und sichern sich nach dem ÖFB-Cup nun auch die Meisterschaft – das Double ist perfekt.

Damit wird ein neuer Klubname am Rand des Bundesliga-Meistertellers graviert, denn der bisher einzige Titel des LASK datiert noch aus der Zeit vor der Gründung der Liga 1974: Bereits 1965 gelang dem LASK das Double aus Meisterschaft und Cupsieg – exakt jener historische Erfolg, den die Schwarz-Weißen nun 61 Jahre später wiederholen.

Die Linzer überzeugten nach einer beispiellosen Aufholjagd ab der 10. Runde vor allem mit außergewöhnlicher Konstanz und großem Selbstvertrauen im Meisterrennen. Insbesondere seit dem Trainerwechsel im Oktober und der Rückkehr von Didi Kühbauer präsentierte sich der LASK in bestechender Form und arbeitete sich vom vorletzten Platz Schritt für Schritt an die Tabellenspitze heran. Mit Nervenstärke, Stabilität und einer eindrucksvollen Serie in den entscheidenden Saisonwochen gelingt schließlich die Krönung einer außergewöhnlichen Saison.

LASK-Cheftrainer Didi Kühbauer: „Wenn uns das jemand vor sieben Monaten gesagt hätte, hätte man ihn für verrückt erklärt. Wir sind ein verdienter Meister, es ist außergewöhnlich, auf welch hohem Niveau die Jungs seit vielen Monaten spielen. Im Spiel hat man zu Beginn verständlicherweise ein wenig die Anspannung gemerkt, mit dem ersten Tor ist es dann ein bisschen einfacher geworden. Nach dem 2:0 habe ich gewusst, die Jungs sind nicht mehr zu stoppen. Ich bin unglaublich stolz, mit dieser Mannschaft zusammenarbeiten zu dürfen.“

 

FK Austria Wien – LASK 0:3 (0:1)
Generali Arena
Zuschauer: 15.600
SR Sebastian Gishamer

Tore: 0:1 Mbuyamba (38.), 0:2 Adeniran (49./E.), 0:3 Bogarde (76.)

Gelbe Karten: Barry, Handl; Bello

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