1000 MIGLIA WARM UP AUSTRIA: Spannendes Finale
11.09.2026
„We love Austria“ – das war nicht nur vom Niederländer Jos Zandhuis im Ziel-Interview der heutigen ersten Etappe des 1000 Miglia Warm Up Austria zu hören. Die Strecken begeisterten die knapp 40 Teams aus aller Welt. Freitagfrüh ging es vom A-ROSA Straubinger Grand Hotel in Bad Gastein über die Tauernschleuse direkt nach Mallnitz in Kärnten, wo die Route zunächst bei gemischten Wetterbedingungen rund um den Millstätter See führte. Zu Mittag wurde vor dem Locus Hotel am See in Techendorf am Weissensee Halt gemacht. Im Anschluss wartete die wohl anspruchsvollste Prüfung hinauf auf den Großglockner und damit auf über 2.500 Meter Seehöhe – als Belohnung wurde Apfelstrudel serviert. Trotz der anspruchsvollen Überquerung des Großglockners vermeldeten die Serviceteams von The Houtkamp Collection keine großen Probleme an den Fahrzeugen. Durch den Nationalpark Hohe Tauern verabschiedeten sich die Teilnehmer wieder in Richtung SalzburgerLand, wo die erste Etappe des 1000 Miglia Warm Up Austria 2026 am Freitagabend mit der Zielflagge am sehr gut besuchten Stadtplatz von Mittersill abgewunken wurde. Zum zweiten Mal nach 2024 war Mittersill im Pinzgau Etappenziel – erneut jubelten auch viele Kinder mit 1000-Miglia-Fähnchen den Teilnehmern in ihren Oldtimern und Sportwagen zu.
In der Gesamtwertung des 1000 Miglia Warm Up Austria 2026 zeichnet sich vor dem morgigen Entscheidungstag ein Duell ab. Sebastian Busi und Fabio Bicelli im Fiat 1500 (Baujahr 1936) starteten am besten in die Etappe. Die jüngsten Teilnehmer des 1000 Miglia Warm Up Austria zeigten sich von Beginn an ehrgeizig und konzentriert, doch dann unterliefen ihnen kleinere Fehler. Zur Stelle waren John und Rutger Houtkamp, die Titelverteidiger aus den Niederlanden. Entgegen der Ankündigung saß doch wieder John und nicht Sohn Rutger am Steuer des Alfa Romeo 6C 1750 Super Sport Zagato (Baujahr 1929). Rutger verrät: „Aufgrund des Regens haben wir uns gestern entschieden, dass John fährt – er weiß genau, was er tut.“ John könnte am Samstag den Hattrick perfekt machen und zum dritten Mal in Serie das 1000 Miglia Warm Up Austria gewinnen.
Schon mit etwas Abstand folgen Stefano Traverso und Nunzia Imbriaco in einem blauen Alfa Romeo GT Junior. Die italienische Paarung wird versuchen, ihren Podestplatz zu verteidigen, denn dahinter lauern Mirko Busi/Matteo Ortalda im Jaguar XK 120 und die erfahrenen Polen Marian Stoch und Bartosz Balicki im Chrysler 75 Sport Roadster, dem mit Baujahr 1928 ältesten Auto des heurigen Jahrgangs. „Es war ein guter Tag, mal sehen, was morgen noch möglich ist.“ Dahinter folgt eines der vielen niederländischen Teams mit Mark van Rijn und Ton Goedmakers im Austin Healey 100M Le Mans.
Bestes österreichisches Team sind Hans-Jörg und Gunhild Holleis (Jaguar XK 140), die mit 1000-Miglia-Erfahrung zum ersten Mal auch beim Warm Up Austria dabei sind. Das derzeit beste Damenteam bilden ebenfalls zwei Österreicherinnen: Nora Edberg und Bettina Heresch im Austin Healey 3000.
Ähnlich spannend wie in der Wertung zum 1000 Miglia Warm Up Austria geht es im Rennen um den Sieg in der 1000 Miglia Warm Up Austria Afterlabel Challenge zur Sache. Hier führen Vater Gianluigi und Sohn Federico Smussi im MG TF knapp vor Fabrizio Macario und Giovanna di Costanzo im Ferrari 488 Pista. Federico Smussi erklärt die ungewöhnliche Autowahl in Form des britischen Roadsters: „Wir wählen immer das Auto, das am besten zu den Anforderungen der jeweiligen Veranstaltung passt.“ Fabrizio Macario fuhr standesgemäß mit einer italienischen Flagge zur Stempelkontrolle in Mittersill ein. Im Gepäck hatte er auch eine Kampfansage für das Finale: „In Italien sagt man, es ist erst zu Ende, wenn man in Brescia angekommen ist – hier gilt, es ist erst zu Ende, wenn wir in Salzburg ankommen!“
Der Finaltag startet um 8:30 Uhr vor dem Hotel Schloss Mittersill. Von dort aus geht es erstmals nach Kitzbühel, wo um 9 Uhr am Klosterfeldparkplatz die Sonderprüfung „Giovanni Franzoni" stattfindet. Die Sonderwertung ist dem diesjährigen Sieger des Hahnenkamm-Skirennens und 1000 Miglia Warm Up Austria-Testimonial gewidmet. Nach einer Kaffeepause um 10:45 Uhr beim Schloss Hellbrunn in Salzburg führt die Route mit einer Schleife durch das Salzkammergut in den Nachmittag. Nach der Mittagspause und einer Prüfung am Flugplatz Gmunden geht es u. a. mit der schon traditionellen Prüfung (15:50 Uhr) beim Manro Classic Auto & Musik Museum in Koppl zurück in die Festspielstadt Salzburg. Kurz nach 16 Uhr werden die ersten Fahrzeuge am Kajetanerplatz in der Salzburger Altstadt zum Zieleinlauf erwartet.
Weiteres Programm:
Samstag, 12. September 2026
08:30 Uhr Start 2. Etappe, Hotel Schloss Mittersill
09:00 Uhr Stempelkontrolle, Kitzbühel
10:45 Uhr Schloss Hellbrunn, Salzburg
13:00 Uhr Mittagspause, Restaurant Landeplatz, Laakirchen
15:20 Uhr Stempelkontrolle, Strobl
15:50 Uhr Stempelkontrolle, Manro Classic Auto & Musik Museum, Koppl
16:10 Uhr Ziel 2. Etappe, Kajetanerplatz Salzburg

