Thomas Geierspichler: Gelungener Saisonauftakt in der Schweiz

18.05.2026

Thomas Geierspichler (c) Tobias Lackner
Thomas Geierspichler

Thomas Geierspichler ist erfolgreich in die neue Wettkampfsaison gestartet. Bei zwei international stark besetzten Bahnmeetings in der Schweiz erreichte der Salzburger über die 400 Meter am Donnerstag Rang fünf, gestern waren wegen des schlechten Wetters in Arbon die Zeiten einen Hauch langsamer. Das Feld war hochklassig besetzt – mit mehreren Medaillengewinnern und Topplatzierten der vergangenen Weltmeisterschaften. 

Besonders erfreulich fielen für den zweifachen Paralympicssieger die gefahrenen Zeit aus: Trotz schwieriger Bedingungen mit Kälte, Wind und einsetzendem Nieselregen unmittelbar vor dem Rennen war der Salzburger mit 64,91 Sekunden sogar einen Hauch schneller unterwegs als bei der Weltmeisterschaft im vergangenen Jahr in Indien. Der Sieg ging an Belgier Maxime Carabin vor dem Japaner Tomoki Sato, Dritter wurde der Kanadier Anthony Bouchard. 

„Gerade unter diesen Bedingungen bekommt die Zeit zusätzliches Gewicht. Für mich als Tetraplegiker machen Kälte, Wind und Nässe einen enormen Unterschied. Bereits vor dem Rennen hat es zu nieseln begonnen, die Temperaturen haben sich mit dem Wind eher nach etwa fünf Grad angefühlt. Das hat die Bedingungen natürlich nicht leichter gemacht. Umso wichtiger ist für mich die Erkenntnis, dass die Richtung stimmt“, zeigte sich Geierspichler zufrieden. Zusätzlich konnte Thomas mit Salvador Hernández Mondragón auch den Fünftplatzierten der vergangenen Weltmeisterschaft in Indien hinter sich lassen.

Beim abschließenden Bahnmeeting, den Schweizer Meisterschaften, in Arbon herrschten schlechtere Wetterbedingungen mit Graupelschauern und noch unangenehmeren Temperaturen. Dabei setzte der Salzburger über die 400 Meter seinen Aufwärtstrend fort, auch wenn die Zeiten minimal langsamer als am Donnerstag waren:

"Die ersten Rennen der Saison dienen heuer vor allem dazu, Material und Setup weiterzuentwickeln. Im Fokus stehen aktuell Anpassungen an der Sitzposition und am Material, die sich erst unter echten Wettkampfbedingungen seriös beurteilen lassen. Im Training kann man solche Belastungen und Bedingungen nur schwer simulieren. Deshalb war diese Rennen extrem wichtig, um herauszufinden, ob die Veränderungen auch unter Rennbedingungen funktionieren. Dass das bereits jetzt so gut anschlägt, gibt zusätzliche Sicherheit und bestätigt die Richtung, in die wir arbeiten." 

Bereits am kommenden Freitag folgt mit dem World ParAthtletics Grand Prix in Nottwil das nächste Rennen über die 400 Meter – erneut mit starker internationaler Beteiligung.

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