Salzburger Pfingstfestspiele 2026: Mit knapp 12.000 Besuchern fast ausverkauft
26.05.2026
„Bon Voyage!“ hieß es bei den Salzburger Pfingstfestspielen 2026, die mit einer Auslastung von 99 Prozent am Montag ihren Abschluss fanden. Rund 11.860 Gäste haben die heurigen Pfingstfestspiele besucht. Österreich, Deutschland, Schweiz, Frankreich, Italien, USA, Vereinigtes Königreich, Niederlande, Ungarn und Japan waren die zehn zahlenmäßig am stärksten vertretenen von insgesamt 48 Nationen. 83 Journalisten, die Beiträge für Medien in 15 Ländern verfassen, waren bei den diesjährigen Pfingstfestspielen akkreditiert. Diese kamen aus Österreich, Deutschland, der Schweiz, Italien, Frankreich, den Niederlanden, Ungarn, Tschechien, Lettland, der Slowakei, dem Vereinigten Königreich, Nord- und Südamerika sowie aus Japan.
Im Sommer wird das Dramma giocoso Il viaggio a Reims am 5. August wiederaufgenommen. Weitere Vorstellungen finden am 8., 11., 13. und 16. August im Haus für Mozart statt. Nach der Galavorstellung am 8. August wird Cecilia Bartoli mit einem Galadinner in der Residenz zu Salzburg geehrt.
Cecilia Bartoli, die Künstlerische Leiterin der Salzburger Festspiele Pfingsten, resümiert: „Seit einigen Jahren besuchen wir während der Pfingstfestspiele metaphorisch bestimmte Städte und Länder oder ferne Jahrhunderte. In wenigen Tagen – anlässlich meines Geburtstags – auf meine eigene Lebensreise blickend, habe ich mich diesmal dem Thema Reisen in vielerlei Gestalt genähert. Auch wenn wir nicht mehr wie die bunte Gästeschar in Il viaggio a Reims mit der Kutsche fahren, bringt uns Musikschaffenden das Reisen genau wie Rossinis Oper neben Unterhaltsamem auch unerwartete Herausforderungen und neue Begegnungen. Mit sorgloser Ausgelassenheit, aber auch mit Behutsamkeit gegenüber unseren geliebten Vorbildern begaben wir uns dank Gianluca Capuano, Barrie Kosky und einem fröhlichen, exquisiten Ensemble auf die Reise nach Reims. Sodann fuhren wir mit John Neumeier und dem Hamburg Ballett auf Hans Christian Andersens Spuren zur See und ließen mit Gianluca Capuano, Les Musiciens du Prince – Monaco und der Mailänder Marionettenkompanie Carlo Colla & Figli sowie mit Christina Pluhar und L’Arpeggiata mythische Meeresfahrten aus der Antike lebendig werden. Zu guter Letzt luden wir das Publikum auf eine künstlerische Reise durch mein Leben ein: Unter der Leitung von Davide Livermore und Yvan Cassar schuf ein Ensemble von fantastischen Menschen hinter und auf der Bühne Ciao, bella ciao. Wir staunten über dieses neu erfundene Stück, das Genregrenzen überwindet – und worin ich in Salzburg die Öffentlichkeit neben Arien aus meinem bekannten Repertoire erstmals auch mit italienischen Canzoni, Tanz und Popmusik überraschen durfte.
Festspielpräsidentin Kristina Hammer: „Cecilia Bartoli ist für Salzburg weit mehr als ein Opernstar – sie ist eine Ausnahmeerscheinung. Mit ihrer unverwechselbaren künstlerischen Handschrift, ihrer unstillbaren Neugier und ihrer Fähigkeit, große Themen mit Verve, Tiefgang und höchster Qualität zu behandeln, prägt sie die Pfingstfestspiele als Künstlerische Leiterin seit vielen Jahren auf einzigartige Weise.“

