„Wenn die ganze Welt läuft - Der Wings for Life World Run“
07.03.2025
Meist ist es nur eine einzige Sekunde, die das Leben der Betroffenen plötzlich völlig auf den Kopf stellt. Diagnose Querschnittslähmung. Jährlich passiert dieses dramatische Schicksal rund 250.000 Menschen weltweit. Für die mächtige Pharmaindustrie und deren knallharter „Return on Investment”-Formel wirtschaftlich dennoch uninteressant.
Dank der Initiative von Red Bull Gründer Didi Mateschitz wurden der Foschung aber Flügel verliehen und die Hoffnung lebt, dass Querschnittslähmung heilbar wird. Es sind Mosaiksteinchen die in der Forschung weitergehen, daber irgendwann wird das Mosaik fertig sein. Davon sind Experten überzeugt.
Wings for Life ist eine maßgeblich von der Red Bull GmbH geführte gemeinnützige Stiftung für Rückenmarksforschung, die es sich zum Ziel gesetzt hat, Querschnittlähmung als Folge von Rückenmarksverletzungen heilbar zu machen. Den maßgeblichen Impuls zur Gründung gab der dreifache Motocross-Weltmeister Heinz Kinigadner. Ein schwerer Unfall von Kinigadners Sohn Hannes bei einem Benefiz-Motocross-Rennen im Jahr 2003, der eine hohe Querschnittlähmung zur Folge hatte, war der entscheidende Anstoß, die Stiftung ins Leben zu rufen.
Mit kreativen Ideen wird immer wieder ein beachtliches Budget für diese Stiftung aufgestellt. Ein ganz wichtiger Spendenbringer dabei ist der Wings for Life World Run.
Jetzt gab´s im Salzburger Mozartkino Salzburg die exklusive Vorpremiere zu einer Dokumentation von ServusTV, die ordentlich für Gänsehautmomente sorgt.
„Wenn die ganze Welt läuft – Der Wings for Life World Run“ taucht ein in die faszinierende Welt eines einzigartigen globalen Laufevents, das weit mehr als nur sportlicher Wettkampf ist. Die Dokumentation erzählt vom größten Lauf der Welt und warum dieses Ereignis Menschen weltweit verbindet – von Spitzensportlern über Freizeitläufer bis hin zu Rollstuhlfahrern. Sie alle haben ein Ziel: Querschnittslähmung heilbar machen.
In der Dokumentation werden sowohl die technische und organisatorische Komplexität des weltweit größten und gleichzeitig stattfindenden Laufs als auch die bewegenden Geschichten der Menschen beleuchtet, die dieses einzigartige Event zu etwas Besonderem machen.
Keine vorgegebene Ziellinie aber ein gemeinsames Ziel
Der Film erzählt von einem Lauf mit einer beweglichen Ziellinie - dem Catcher Car - der Menschen weltweit verbindet – von Spitzensportlern über Freizeitläufer bis hin zu Rollstuhlfahrern. Über eine viertel Million Teilnehmer starten zeitgleich.
Die Dokumentation begleitet emotionale Geschichten wie die von Remigio Huaman Quispe, einem Läufer aus den peruanischen Anden, dessen Leben durch den Lauf eine unerwartete Wendung nahm. Seine Mutter verkaufte ein Schaf, damit er sich Laufschuhe zulegen und beim Wings for Life World Run mitmachen konnte. Seine sportliche Spitzenleistung brachte ihm Sponsoren mit denen er heute die ganze Familie ernähren kann.
Ebenso berührend das Porträt von Sandile Mkhize, einem querschnittsgelähmten Teilnehmer aus Südafrika, der durch den World Run neuen Lebensmut fand und anderen Betroffenen Hoffnung schenkt: eines Tages Querschnittslähmung heilbar zu machen.
Auch in Österreich findet man berührende Geschichten, wie die von Florian Lechner aus Saalfelden, der seit 2015 durch einen Unfall am Berg im Rollstuhl sitzt. Durch den Wings for Life World Run und mit der Unterstützung seiner Schwester Ricarda Trupp und Biathlet Julian Eberhard hat auch er neuen Mut und Hoffnung gefunden.
„Jeder einzelne Teilnehmer beim Wings for Life World Run ist wichtig, weil wir mit den Spenden und Startgeldern die Forschung vorantreiben. Die Einnahmen aus dem Wings for Life World Run wirken wie ein Turbo für die Rückenmarksforschung. Gemeinsam werden wir in der Lage sein, das scheinbar Unmögliche zu schaffen“, resümiert Anita Gerhardter, CEO der Wings for Life Stiftung, in der Dokumentation.
Das Herzstück des Wings for Life World Run
Im Mittelpunkt des Films steht auch die sogenannte Global Race Control in München, wo alle Fäden dieses weltweit größten Lauf-Spektakels mit Läufern in 169 Ländern, zusammenlaufen. Von der minutiösen Steuerung der Catcher Cars bis zu unvorhersehbaren Hindernissen wie heiligen Kühen auf Strecken in Indien, unterschiedlichen Wetterverhältnissen – der Film offenbart die enorme Komplexität, die hinter dem reibungslosen Ablauf des Events steckt.
Die Bilder aus Saalfelden, Zadar, Lima oder Pretoria unterstreichen die globale Dimension des Laufs. Besonders durch die Einführung der App-Runs wird das Event noch inklusiver, sodass Menschen von den entlegensten Orten der Welt mit ihrem Smartphone teilnehmen können. Egal, ob es sich um einen Ultramarathonläufer oder einen Rollstuhlfahrer handelt, die Botschaft bleibt dieselbe: Jede Teilnahme zählt.
„Wenn die ganze Welt läuft – Der Wings for Life World Run“ ist eine inspirierende Reise, die nicht nur von sportlichen Leistungen, sondern vor allem von Zusammenhalt, Hoffnung und der Vision handelt, Querschnittslähmung eines Tages heilbar zu machen.