Salzburger Festspiele 2026: Faust I Neuinszenierung auf der Perner-Insel

16.07.2026

Seven Scharf (c) Mathias Leidgschwendner SF
Seven Scharf

Mit großer Spannung erwarten Kulturfreunde heuer die Neuinszenierung von Faust I. Jetzt gaben Künstler erste Einblicke in die bevorstehende Produktion der Salzburger Festspiele:

 „Alle denken, die Maschine kommt. Ich habe mich bemüht, diese Erwartungshaltung zu durchbrechen. Es ist wirklich herausragend, was diese Werkstätten unter der Leitung des technischen Direktors Andreas Zechner vollbringen. Ich sage das hier nicht, um mich beliebt zu machen. Es ist ganz außerordentlich. Nichtsdestotrotz ist es eine Bühne, die den Maschinencharakter nicht in den Vordergrund stellt. Es ist eine Bühne, die bewegt, aber der Motor der Bewegung stammt nicht von einer Maschine, die offengelegt wird, sondern vom inneren Antrieb der Haupt- und Titelfigur, von Faust selbst. Das Publikum wird trotzdem eine Scheibe erblicken. Aber diese Scheibe ist nicht mehr sichtbar, sondern in den Boden eingelassen. Motorik oder Maschine werden hier nicht ausgestellt, sondern bilden die Grundlage, auf der Bewegung durch die Darsteller·innen hergestellt werden kann. Darüber hinaus gibt es eine sehr aufwendige Konstruktion, zwei monumentale Wände, die – als Nukleus der Inszenierung – einen Korridor bilden. Die Wände sind 360° drehbar, heben und senken sich und können in psychedelischen Farben leuchten. Es sind Scheiben, die mit LED Stripes hinterlegt sind. Und so erscheint kein Eisen, kein Holz, kein Material, sondern eine immaterielle Bühne.“ so Regisseur Ulrich Rasche.

ELECTRIC LOVE FESTIVAL 2026 BEGEISTERT

12.07.2026

Swedish House Mafia (c) SuSi / salzburgLiVE.com
Swedish House Mafia als Publikumsmagnet

Swedish House Mafia, DJ Diesel (Shaquille O’Neal), Armin van Buuren, Paul Kalkbrenner, KSHMR, BUNT., Holy Priest, John Newman, Dimitri Vegas, HUGEL, Klangkuenstler – das waren die klingendsten Namen des Electric Love Festivals 2026. Das große Musikspektakel zog auch in diesem Jahr die Massen zum Salzburgring. 180.000 Besucher aus 80 Nationen,  mehr als 200 Künstler auf sieben Bühnen das sind die beeindruckenden Zahlen. Die begehrten Tickets für das ELF waren heuer so schnell vergriffen wie noch nie zuvor.

Das skandinavisches Kult-Trio der Swedish House Mafia war der Publikumsmagnet der 13. Edition des Festivals. Allerdings die Fans mussten sich gedulden, bis sie ihren Auftritt erleben konnten. Ein angeblicher Defekt an ihrem Flieger soll schuld daran gewesen sein, dass sich ihr Auftritt gut eine Stunden später als geplant über die Bühne ging. Dan Lee Live wurden vorgezogen, ehe dann die Stars aus Schweden kurz nach 01:00 Uhr den Salzburgring zum Beben brachten.

Nicht nur beim Design der Bühnen muss jedes Jahr etwas Neues her. Auch bei der Technik beeindruckten Veranstalter Revolution Event (REVO) mit High-Tech-Inovationenen: Sichtbar noch größere LED-Wände, hörbar Bässe die noch intensiver und sind stärker spürbar waren – Europapremiere für Subwoofer der neuesten Generation.

# ELF 2026 - Impressionen 1

# ELF 2026 - Impressionen 2

# ELF 2026 - Impressionen 3

Electric Love Festival: Spitzenplatz im weltweiten Ranking

05.07.2026

Electric Love 2025 (c) maic
Electric Love Festival

Das Electric Love Festival 2026 steht vor einer der stärksten Ausgaben seiner Geschichte. Mehr als 180.000 Besucher aus über 80 Nationen feiern von 9. bis 11. Juli 2026 am Salzburgring. Auf sieben Stages treten über 200 Artists auf – darunter Swedish House Mafia, DJ Diesel (Ex-NBA-Superstar Shaquille O’Neal, Armin van Buuren, Paul Kalkbrenner, KSHMR, BUNT., Holy Priest, John Newman, Dimitri Vegas, HUGEL, Klangkuenstler und viele mehr.

Ein besonderes Highlight ist der Auftritt der Swedish House Mafia. Seit Jahren wurde daran gearbeitet, das schwedische Trio zum Electric Love Festival zu holen – 2026 ist es gelungen. Für das Festival ist die Verpflichtung einer der prägendsten Acts der elektronischen Musik ein weiterer Meilenstein des Electric Love Festivals.

Knapp vor dem Start des Electric Love Festival 2026 darf sich Veranstalter Manuel Reifenauer jetzt über eine besondere Auszeichnung freuen.

Das Electric Love Festival wurde im internationalen DJ Mag Top 100 Festival Voting 2026 auf Platz 11 gewählt. Damit erreicht das Festival erstmals diese herausragende Platzierung und liegt im weltweiten Ranking sogar vor berühmten Festivals wie Coachella oder Burning Man.

Salzburger Festspiele 2026: Fest zur Festspieleröffnung

30.06.2026

Jedermann (c) maic
Auf ein Eis mit Jedermann

Salzburgs Festspielsommer 2026 startet auch heuer wieder mit einem fulminanten Eröffnungsfest. Drei Tage lang haben Einheimische und Festspielgäste Gelegenheit, sich beim Fest zur Festspieleröffnung auf den Festspielsommer einzustimmen. Die 78 Programmpunkte am 18., 19. und 24. Juli umfassen Probeneinblicke, Workshops, Konzerte, Lesungen und Gesprächsformate sowie Ausstellungen und Führungen. Sie schlagen Brücken zu anderen lokalen Kulturinstitutionen wie dem Salzburg Museum, der Stiftsmusik St. Peter, der Dommusik, der Universität Mozarteum, dem DomQuartier, dem Schloss Leopoldskron, dem Salzburger Straßentheater, der Stadt Salzburg, dem Salzburger Volksliedwerk und ausgewählten Galerien.


Traditioneller Fackeltanz

Der Volkskultur ist der gesamte 24. Juli im Fest zur Festspieleröffnung gewidmet. Am Residenzplatz kündigen das Bläserensemble Leopoldskron und die junge Gruppe Hoaschoaf von den Türmen den Salzburger Fackeltanz an, bei dem 100 Paare verschiedener Brauchtumstanzgruppen aus Stadt und Land Salzburg mit ihren Fackeln 13 verschiedene Figuren in die Nacht zeichnen. Konzerte der Vokalensembles Frauenzimmer und Hainbachsänger, des Eisenbahner-Musik-Vereins Salzburg sowie des Barockbläser-Ensembles Leopoldskron und der Lessacher Alphornbläser ergänzen den vielseitigen Brauchtums-Schwerpunkt am 24. Juli.


Probeneinblicke

Seit 2012 steht die Konzertreihe Ouverture spirituelle am Beginn der Salzburger Festspiele. Als Teil der diesjährigen Ausgabe widmet sich das Barockensemble Vox Luminis unter der Leitung von Lionel Meunier der Messe in h-Moll von J.S. Bach in zwei ausverkauften Konzerten. Im Zuge des Fests zur Festspieleröffnung ermöglichen die Musiker den kostenlosen Besuch ihrer Generalprobe.

 

Salzburger Festspiele 2026: The Living Archive

26.06.2026

Gerfried Stocker, Margarethe Lasinger und Claudia Lehmann (c) SF Jan Friese
Gerfried Stocker, Margarethe Lasinger und Claudia Lehmann

Vier ungewöhnliche Projekte des Salzburger Festspielarchivs wollen in diesem Sommer beweisen, dass sich hinter vermeintlich papierener Materie und metallenen Archivschränken vielgestaltige Schätze verbergen, die ertastet, erfühlt und mit Aug und Ohr enträtselt werden wollen – und zwar unter anderem mit Hilfe von XR-Technologie (Extended Reality).

 

 

 

Möglich wird das bei einem geführten Rundgang durch das Living Archive, das zwischen 18. und 29. August in den Räumlichkeiten des UMAK-Gebäudes (Universität Mozarteum am Kurgarten) und im dort neu eingerichteten X-Reality Lab zu erleben ist, und zwar dank einer Kooperation mit Ars Electronica sowie dem Institut für Open Arts der Universität Mozarteum.

Schon in den vergangenen Saisonen wurden die Schätze aus der Festspiel-Historie in vielfältigen Projekten sichtbar gemacht. Im Festspielsommer 2026 folgt nun die Ausrichtung eines eigenen Archiv-Festivals, das sich mit der Archivierung von künstlerischen (performativen) Aktionen befasst und neue Formate eines lebendigen Archivs präsentiert. 

Ausgangspunkt sind die beiden im Kontext der Salzburger Festspiele entstandenen Projekte des S+T+ARTS* Ec(h)o Residencies Programme 2025/26 sowie das 2024 im Festspielarchiv begonnene Erinnerungsbüro, die nun der Öffentlichkeit präsentiert werden. Dazu gesellt sich die Wiederaufnahme der 2023 mit Ars Electronica realisierten FAUST-VR-Experience. Alle vier Projekte sind in einem etwa zweistündigen, geführten Rundgang im UMAK zu erleben. Damit ist auch der Auftakt zu einer Kooperation mit der Universität Mozarteum gemacht, die in den kommenden Jahren im Rahmen der Staging Realities-Projekte des Instituts für Open Arts weitergeführt werden soll.