Salzburg (be)geistert zum Liga-Re-Start

03.06.2020

Geisterspiel (c) Maier
Geisterspiel

Bundesliga in der Red Bull Arena: Kein Stau bei der Anreise, kein Parkplatzproblem. Und dann die gespenstische Stille vor dem Anpfiff. Eine Stille, wie man das eigentlich nur vor einer Aufführung im Festspielhaus kennt. Ein klingelndes Handy auf der Pressetribüne und schon hört sich das so an, als würden die Spieler in der Konzentration gestört sein. Das ist Bundesligafußball in der Corona-Saison.

Das Geisterschlagerspiel bringt mit einem 2:0 den erhofften Favoritensieg für Salzburg. Es war ein hochverdienter Sieg für den Titelverteidiger. Salzburg behauptet damit die am grünen Tisch geerbte Tabellenführung vom LASK.

Ein frühes Tor  (Patson Daka (9.)) und dann noch ein Treffer von Noah Okafor in der Nachspielzeit sorgen dafür, dass Rapid auch im vierten Saisonduell erfolglos gegen Salzburg bleibt. Für Okafor war es der erste Bundesligatreffer im Bullen-Dress.

Anpfiff zur Geisterpartie in der Red Bull Arena

03.06.2020

Rote Bullen im Rampenlicht (c) Maier
Rote Bullen wieder im Rampenlicht

Endlich geht es wieder los! Nach vielen Wochen Zwangspause startet der FC Red Bull Salzburg heute Mittwochmit einem Heimspiel gegen den SK Rapid in die Meistergruppe. Das Spiel in der Red Bull Arena beginnt um 20:30 Uhr (live auf Sky Austria und ORF 1).

Der FC Red Bull Salzburg hat durch die Punktehalbierung nach dem Grunddurchgang vier Punkte Vorsprung auf den Drittplatzierten Rapid Wien. In der laufenden Saison standen sich die beiden Klubs bereits drei Mal (2x Bundesliga, 1x Cup) gegenüber, wobei die Roten Bullen alle drei Matches (2:0, 1:0, 3:2) für sich entscheiden konnten. Die Mannschaft hat seit dem Einstieg von Red Bull bisher 249 Pflichtspielsiege vor heimischem Publikum (exklusive Elfmeterschießen) feiern können. Dem Team von Jesse Marsch gelangen in den vergangenen 16 Bundesliga-Heimspielen jeweils mindestens zwei Treffer. Der FC Red Bull Salzburg hält heuer bei 10 Jokertoren, dahinter platzieren sich als Ex-aequo-Zweite Rapid und Mattersburg (6 Treffer).

 

Die Bundesliga ist zurück!

02.06.2020

Bullen wieder im Einsatz (c) Laux
Bundesliga Comeback

Diese Woche rollt der Ball in der Österreichischen Fußball-Bundesliga wieder, die Roten Bullen kämpfen in der Meistergruppe um die Titelverteidigung. Aufgrund des COVID-19-Präventionskonzepts der Bundesliga sind jedoch inklusive Spieler und Betreuer lediglich 200 Personen (Klubverantwortliche, Sicherheitspersonal, TV etc.) bei den Spielen der Tipico Bundesliga zugelassen, für Fans heißt es bis auf Weiteres „Kein Zutritt“.

Deshalb bietet der FC Red Bull Salzburg mehrere einzigartige digitale Alternativen, mit denen man bei den Spielen der Roten Bullen möglichst nah am Ball sein kann:

Mobile App des FC Red Bull Salzburg

Die Mobile Appdes FC Red Bull Salzburg bietet etliche neue und spannende Features, welche die Stadion-Abstinenz ein wenig erleichtern sollen: Der Liveticker mit eingebautem Live-Action-Widget, das den Spielverlauf in Echtzeit grafisch darstellt. Jedes Spiel ab sofort im Livekommentar. Zusätzlich und exklusiv bei Heimspielen als perfekte Ergänzung zur TV-Produktion von Sky: Drei Livekameras aus verschiedenen Blickwinkeln: Taktikcam, Trainercam und Hintertorcam. Tore und Highlights per On-Demand-Videos stehen zeitnah allen registrierten App-Usern zur Verfügung.

ÖFB-Cup-Finale: Red Bull Salzburg holt Cup-Titel Nummer 7

29.05.2020

Cup Sieger 2020 (c) GEPA Walgram
Cup Sieger 2020

Comeback des österreichischen Fußballs nach der Coronavirus-Zwangspause mit dem Cup-Finale zwischen Überraschungsfinalist Austria Lustenau und Serienmeister Red Bull Salzburg. Die Bullen standen in den vergangenen neun Jahren insgesamt sieben Mal im Finale – sechsmal holte man dabei auch den Titel. Und jetzt folgte im Klagenfurter Wörthersee Stadion der siebente Streich.

Gleichsam einem „Tennisergebnis“ von 5:0 (2:0) feiert Salzburg ungefährdet den Favoriten-Sieg im 85. Cup Finale der Geschichte. Damit darf sich Salzburg Coach Jesse Marsch über seinen ersten großen Titel als Trainer freuen – als Spieler wurde er selbst 3mal Meister und 4mal Cupsieger.

Uniqa-ÖFB-Cup Finale 2020

Red Bull Salzburg – Austria Lustenau 5:0 (2:0)

Bundesliga: Mildes Urteil gegen den LASK

29.05.2020

Jetzt ist es da, das Urteil gegen den LASK. Und aus sportlicher Sicht ist es viel zu milde ausgefallen: Lediglich Punkteabzug und Geldstrafe – zu mehr wollte sich die Bundesliga nicht durchringen. Eine saftige Strafe sieht freilich anders aus. Die Glaubwürdigkeit einer Organisation, die nicht müde wird fair-play zu predigen, stärkt so ein Urteil jedenfalls nicht.

Es war zu erwarten, dass nach dem Motto „the show must go on“ der LASK nicht aus der Liga geworfen wird.  Die Frage die sich dabei aber aufdrängt: Was hat die wirtschaftliche Schwächung in Form einer Geldstrafe mit sportlicher Fairness zu tun? Wird die rote Karte im Fußball auch bald durch eine Geldstrafe ersetzt?

Entweder war es ein sportliches Foul oder nicht. Bei einem sportlichen Foul sollte auch eine sportlich strenge Strafe folgen und nicht ein bloßes Kompensationsgeschäft. Denn mehr als das ist es de facto nicht.

Sechs Punkte Abzug bedeuten letztlich nur die Kompensation des Wettbewerbsvorteils, den sich der LASK mit dem "scharfen" Training geholt hat. Und der Betrag von € 50.000 wird den Top-Bundesligisten auch nicht sonderlich schmerzen. Den mehr als eine Geldumverteilung ist es wohl nicht. Die zusätzliche Medienpräsenz des LASK samt Sponsorlogos in der an sich fußballfreien Zeit rund um den Corona-Trainingsskandal und der daraus resultierende Werbewert dürfte die € 50.000 wohl allemal wert gewesen sein. 

Fazit: Viel Theater um Nichts also. Oder besser gesagt: Viel Theater und dann fast nix. Denn Corona-Regel-Brechen ist kein "Nichts" und sollte nicht als Kavaliersdelikt abgetan werden. Genausowenig, wie wenn sich jemand - der nicht Otto Normalverbraucher heißt - bei seinem Lieblingsitaliener verplappert und die COVID-Sperrstundenregelung ignoriert.